Der TSV Meckenhausen empfängt in der Bezirksliga Mittelfranken Süd den TSV Heideck zum Landkreisderby (Sonntag, 15 Uhr) – und es geht an diesem vorletzten Spieltag noch um einiges.
Heideck macht sich keinen Druck
Die Heidecker haben bei nur drei Punkten Rückstand auf das Trio SV Alesheim, 1. FV Uffenheim und SC Aufkirchen noch Chancen auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Für TSV-Trainer Markus Vierke ist dies „ein Nebenprodukt, das wir uns erarbeitet haben“. Na klar: Jetzt im Saisonfinale Druck aufzubauen, wäre kontraproduktiv. Seit Wochen vermittelt Vierke seinen Akteuren, die Spiele locker anzugehen, ohne zu verkrampfen. Das Mantra des Übungsleiters: „Jedes Spiel kann uns etwas weiterbringen.“ Und wie weit diese Taktik Heideck gebracht hat, ist an der Tabelle zu sehen. Mit 29 Punkten führt Heideck außerdem das Rückrunden-Klassement an. Zuletzt gab es ein 4:1 gegen den bärenstarken Meister FC Wendelstein. Erneut hat der TSV Möglichkeiten zur Rotation. Ob Leitwolf Johannes Wieland in den restlichen 180 Minuten der Saison zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Eine Entzündung im Knie hindert den Spielführer. „Da wollen wir kein Risiko eingehen“, so Vierke.
Personelle Probleme in Meckenhausen
Kontrastprogramm auf der Gegenseite: Der TSV Meckenhausen ringt im Abstiegskampf um jeden Punkt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Weber will noch den Sprung ans rettende Ufer schaffen, fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den TSV Greding – der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat.
Jedoch ist die Ausgangslage erneut nicht sonderlich gut, wie Weber berichtet: „Nach einer sehr intensiven Trainingswoche gehen wir mit einem wegen der Ausfälle von Maximilian Bittner und Andreas Bogner sowie der Sperre von Niklas Beck weiterhin dezimierten Kader ins letzte Heimspiel der Saison.“ Ebenso hat Weber die Tabelle weiter im Auge: „Unser Ziel, ohne Relegation die Klasse zu halten, können wir seit letzter Woche rechnerisch ohne fremde Hilfestellung leider nicht mehr erreichen." Denn mit weiterhin fünf Punkten Rückstand auf eben jenen elften Tabellenplatz ist man zum Siegen verdammt, will man im letzten Saisonspiel gegen Greding in der nächsten Woche noch die Chance auf den direkten Verbleib wahren. Ich habe die Mannschaft im Training diese Woche jedoch sehr konzentriert, willig und fokussiert erlebt und hoffe, dass wir gegen einen starken Gegner aus Heideck einen Sieg für das Selbstvertrauen und uns ein gutes Gefühl holen und unsere Fans zum Ende der regulären Saison nochmal für ihre Unterstützung belohnen können.“ Ob das klappt? Das direkte Duell spricht jedenfalls nicht für Meckenhausen, sondern für den TSV Heideck, der zwei der drei Bezirksliga-Duelle gewann, bei einem Remis.
Donaukurier




